Legalisierter Betrug

Mit meiner Empfehlung zum Thema „Versicherungen“ mache ich mir vermutlich
einige Feinde im Bereich der Versicherungs-Gesellschaften und der -Vermittler:
Ich rate Ihnen nämlich dringend ab, eine Kapitallebensversicherung bei
einer deutschen Gesellschaft abzuschließen!
Nach meiner langjährigen Erfahrung als gelernter Versicherungs-Kaufmann und
als Versicherungs-Makler vertrete ich den Standpunkt,
dass die Gesellschaften im Bereich Kapitallebensversicherung
das Vertrauen ihrer Kunden (und das der Vermittler!) nicht verdient haben!!!
Schon vor ca. 20 Jahren hatte Hans Dieter Meyer (* 1936),
ein deutscher Jurist und Versicherungsfachmann, öffentlich
die Lebensversicherung als „vom Staat legalisierter Betrug“ bezeichnet.
Er wurde dafür von seinem früheren Arbeitgeber, der Allianz, verklagt.
Die Klage der Allianz wurde jedoch abgewiesen und
Meyer durfte seine Behauptung weiterhin aufrecht halten!!!
Meyer war einige Jahre Generalvertreter der Allianz und
Mitglied mehrerer Kommissionen der Generaldirektion seiner Gesellschaft und
er übte diverse Funktionen in Vertretervereinigungen aus.
1982 gründete er den Bund der Versicherten, dem er als Geschäftsführer vorstand.
Hans Dieter Meyer kämpfte viele Jahre als Verbraucherschützer gegen
die ungeregelten bzw. undurchsichtigen Vertrags- und Vermögensverhältnisse
bei den großen Versicherungsgesellschaften.
Er hat zu diesem Thema 1990 sein Buch "Das Versicherungs(un)wesen" veröffentlicht.
Hans Dieter Meyer steht unter Beschuss der Versicherungsindustrie und der Banken und
wurde als Geschäftsführer des "Bundes der Versicherten" ständig diffamiert.

Es gibt einige traurige Beispiele dafür, wie Versicherungsgesellschaften das Geld,
das ihnen von ihren Kunden gutgläubig anvertraut wurde,
veruntreut - weil zweckentfremdet verwendet - oder zumindest es
dilettantisch verplempert haben.
Das jüngste schlimme Beispiel ist das "Geschäft" der Allianz mit der Dresdner Bank:
Die Allianz hat im Jahr 2001 die Dresdner Bank gekauft für 24 Mrd. Euro.
Im Jahr 2008 hat die Allianz die Dresdner Bank wieder verkauft für 9,8 Mrd. Euro.
Innerhalb von 7 (sieben) Jahren hat die Allianz damit also einen Verlust gebaut
in Höhe von 14,2 Mrd. Euro (14.200.000.000 Euro)!!!
Wenn Sie Ihrem Arbeitgeber einen nennenswerten Verlust bescheren,
dann werden Sie sicher befördert - und zwar hinaus! Oder?
Ich habe nichts davon gehört oder gelesen, dass es bei der Allianz
für diesen riesigen Verlust personelle Konsequenzen gegeben hat.
Naja - das Einkommen der Allianz-Vorstände hat sich "etwas" verringert
von 41 Mio. Euro im Jahr 2006 auf 39 Mio. Euro im Jahr 2007.
Davon entfallen alleine auf den Vorstandsvorsitzenden Michael Diekmann 4,7 Mio. €!

Das größere Problem ergibt sich jedoch aus der Frage, wer diesen Schaden bezahlt!
Das sind nämlich die Kunden dieser Versicherungs-Gesellschaft, die sich irgendwann
darüber wundern werden, dass die Ablaufleistung ihrer Lebensversicherung doch
wesentlich niedriger ist, als das der nette Vertreter damals beim Abschluss
vorgerechnet hat!

Entscheiden Sie selbst, ob Sie solchen Unternehmen Ihr schwer erarbeitetes Geld
anvertrauen wollen in der Hoffnung, damit einmal einen Teil Ihrer Altersversorgung
zu decken oder ein Immobilien-Darlehen zu tilgen.


Ist diese Information auch für Andere interessant?



(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken