Schlimme Fehler

Der Weg zur ausreichenden und sicheren Altersversorgung ist schwere Arbeit
und außerdem eine harte Prüfung, denn auf diesem Weg gibt es immer wieder
Verlockungen, auszusteigen und die guten Vorsätze hinter sich zu lassen.
Im Wesentlichen machen die meisten Sparer dabei fünf schlimme Fehler:

Fehler 1: Gier
Der erste Fehler ist die Gier. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen und schmaler Renditen
sind Menschen anfällig für Geldanlagen, die den schnellen Euro über Nacht versprechen.
Wichtig dabei: Renditen über dem Marktniveau bergen grundsätzlich auch das Risiko,
viel Geld zu verlieren bis zum Totalverlust, einem Schlawiner oder Dilettanten aufzusitzen.
Für die Vorsorge hat das fatale Folgen, weil das verlorene Geld im Alter fehlen wird.
Deshalb: Finger weg von unseriösen Angeboten und Geldanlagen mit Wunderrenditen!
Die Vorsorge sollte kein russisches Roulette werden!

Fehler 2: Börsenangst
Eine weiterer Fehler ist die Börsenangst. Natürlich ist die Geldanlage an der Börse
teilweise immer auch Spekulation - viele Sparer haben bei den Börsencrashs
in den Jahren von 2000 bis 2003 und 2008 bis 2009 viel Geld verloren.
Wem das passiert ist, der wird künftig vielleicht vorsichtiger agieren,
sollte sich jedoch nicht komplett von der Börse abwenden.
So, wie man nach einem Autounfall wieder fahren soll, um die Angst zu besiegen,
sollte auch die Börse bei der persönlichen Geldanlage eine zweite Chance bekommen.
Vorsorgesparer sollten Aktien, Fonds oder Zertifikate einfach kritisch prüfen,
bevor sie kaufen, und sie sollten die Chancen an der Börse immer nutzen.

Fehler 3: Nachgiebigkeit
Der dritthäufigste Fehler ist die Nachgiebigkeit gegenüber den eigenen Wünschen.
Je dicker das Vorsorgekonto ist, umso mehr wachsen die Begehrlichkeiten:
Ein neues Auto wird fällig, der Urlaub steht an oder die Wohnungsrenovierung.
Und macht es nicht Sinn, statt eines Kredits lieber das eigene Geld
aus der privaten Rentenkasse zu nehmen?
Natürlich nicht, und das ist nicht die Frage!
Denn niemand kann sich aus der gesetzlichen Rentenkasse Geld leihen
für den nächsten Urlaub. Warum also die eigene Vorsorgekasse plündern?
Die finanziellen Rücklagen für die materielle Unabhängigkeit im Alter sollten
grundsätzlich unangetastet bleiben!

Fehler 4: Nachlässigkeit
Der vierte Fehler ist die Nachlässigkeit. Manche Menschen sind so sehr damit beschäftigt,
ihre Geldanlagen zu optimieren, dass sie viel wichtigere Dinge völlig vernachlässigen.
Eine wichtige Versicherung beispielsweise.
Denn was nützt es, wenn man jeden Monat brav für später spart, aber mit 45 Jahren
berufsunfähig wird und nicht dagegen versichert ist?
Das Ersparte ist dann schnell aufgebraucht!
Ebenfalls gravierend ist eine fehlende oder schlechte Absicherung für den Todesfall.
Denn auch ein gut gefülltes Sparkonto eines Normalverdieners wird dessen Familie
kaum jahrelang ernähren.
Deshalb sollte die Versicherung gegen existenzielle Risiken immer vor der Vorsorge stehen!

Fehler 5: Uneinsichtigkeit
Der fünfte Fehler ist die Uneinsichtigkeit. Die meisten Menschen glauben,
in finanziellen Dingen allein Entscheidungen treffen zu können.
Trotzdem haben neun von zehn Anlegern bei den Börsencrashs von 2000 bis 2003 und
von 2008 bis 2009 immens viel Geld verloren.
Trotzdem sind 60 Prozent aller Deutschen falsch und zu teuer versichert.
Und trotzdem verschenken viele Menschen Jahr für Jahr Millionen Euro,
weil sie bei der Steuererklärung nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen.
Tatsächlich also ist es nicht weit her mit dem Geldwissen der Deutschen und
dagegen hilft nur eins:
Fachlicher und kompetenter Rat von Experten.
Damit ist nicht der vermeintlich kostenlose Rat des Versicherungsvertreters oder
des Bankangestellten gemeint: Die wollen etwas verkaufen und nicht beraten!
Nur unabhängige Versicherungs-Makler und -Berater und
Honorar-Berater für Geldanlagen helfen wirklich weiter.

Seien Sie kein Besserwisser: Sie können nicht immer alles besser wissen als Experten!
Also verzichten Sie nicht auf unabhängigen Rat - auch wenn er Geld kosten sollte!


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