Geldanlage findet im Kopf statt - und das sogar im doppelten Sinne.
Nicht nur das Wissen über die verschiedenen Möglichkeiten ist entscheidend;
es kommt auch auf die innere Einstellung an.
Und hier scheint es vielen Deutschen zu mangeln - es fehlt das Interesse.
Selbst Männer und Frauen mit höherem Einkommen und höherer Bildung
befassen sich oft nicht im notwendigen Umfang mit ihrer Altersversorgung.
In Sachen Geld stuft die Untersuchung einer großen deutschen Bank
Männer und Frauen in acht Gruppen ein.

Die Skala reicht vom "Resignierten" bis zum "Ambitionierten".
Prüfen Sie selbst, zu welcher Gruppe Sie gehören.
In der folgenden Beschreibung werden die acht verschiedenen Anlegertypen charakterisiert.

Übrigens: Von fast 3.200 Befragten bezeichneten sich 32 % als "sicherheitsorientiert".

Die acht Geldanleger-Typen:

1. Der "Resignierte" ignoriert Geldangelegenheiten oder wehrt das Thema ab.
Seine eigene prekäre finanzielle Situation - häufig auch ein Leben auf Pump -
löst bei diesem Typ ein hohes Frustrationsgefühl aus.
Er grenzt sich bewusst von "denen da oben" ab.
Der Resignierte sieht sich als Opfer finanzieller Ungerechtigkeiten,
wie zum Beispiel die Aussicht auf eine geringe Rente oder die steigenden Preise.

2. Auch der "Sorglose" setzt sich nicht konstruktiv mit seinen privaten Finanzen auseinander.
Doch empfindet er bei finanziellen Themen - wie etwa der Altersvorsorge - auch
keinerlei Handlungsdruck.
Trotz des begrenzten finanziellen Spielraums frönt der Sorglose
seiner ungebrochenen Konsumfreude.
Sein Leben im Hier und Jetzt bietet keinen Platz für den planvollen und
vorsorgenden Umgang mit Geld.

3. Der "Pragmatiker" kümmert sich hingegen um seine finanziellen Angelegenheiten.
Aber erst der zunehmende Druck von außen hat diesen Typ dazu bewogen,
aktiv zu werden und beispielsweise etwas für seine Altersvorsorge zu tun.
Der Pragmatiker bleibt beim Thema Geld jedoch auf Distanz.
Geld ist für ihn nur Mittel zum Zweck, über das er weder besonders gerne noch häufig spricht.

4. Der "Delegierer" ist für das Thema Geld sensibilisiert.
Doch nimmt dieser Typ die Dinge nicht selbst in die Hand.
Er verlässt sich bei Finanzangelegenheiten lieber auf Andere,
etwa den Lebenspartner oder die erwachsenen Kinder, die sich "damit besser auskennen".
Das reicht dem Delegierer, um sich unbekümmert anderen Lebensinhalten zu widmen.

5. Der "Bescheidene" ist dem Thema Geld nicht abgeneigt.
Zur Wahrung seines Lebensstandards legt er eine klassische Sparermentalität an den Tag.
Im Rahmen seiner Möglichkeiten hat er vorgesorgt.
Dazu genügen ihm die eigene Immobilie oder langfristige Sparverträge.
Geld und Finanzen sind für den Bescheidenen etwas sehr Privates,
über das er nur im engsten Familien- und Freundeskreis spricht.

6. Der "Sicherheitsorientierte" zeigt sich aufgeschlossen gegenüber Geldthemen.
Materiell gut gestellt legt er Wert darauf, sein Vermögen zu erhalten und zu vergrößern.
Deshalb verfolgt dieser Typ das Geschehen auf dem Finanzmarkt und
nutzt dafür ein breites Spektrum an Informationsquellen.
Geld hat für ihn etwas Beruhigendes.
Aufgrund seines hohen Bedürfnisses nach Sicherheit investiert er eher
in konservative Anlageformen wie Sparbuch oder Bausparvertrag.

7. Sehr viel engagierter beschäftigt sich der "Souveräne" mit seinen Finanzen.
Schon im Elternhaus hat dieser Typ gelernt, sich intensiv um das Thema Geld zu kümmern.
Denn Kompetenz in Geldangelegenheiten sichert ihm einen unabhängigen und
angemessenen Lebensstil.
Dementsprechend zeigt er sich sehr aufgeklärt und liest gerne den Finanzteil der Zeitung.

8. Der "Ambitionierte" schließlich ist von allen Typen am stärksten
an seinen persönlichen Finanzen interessiert.
Er ist außerordentlich gut informiert und auch bereit, Risiken einzugehen.
Für ihn ist Geld ein zentraler Gradmesser für den persönlichen Erfolg.
Geld hat für ihn einen uneingeschränkt positiven Stellenwert.

Und welcher Typ sind Sie? :-)

Haben Sie zu diesem Thema noch Fragen?
Schreiben Sie mir einfach eine Mail!

Wolfgang Pecher

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