Manchmal ...

... kann es vorkommen,
dass unsere Nachkommen
mit ihrem Einkommen
nicht auskommen!

Am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig?

Mancher Erwachsene erinnert sich vielleicht noch an die Zeit,
als er nur „Taschengeld-Verdiener“ war. Damals war es doch oft schon so,
dass am Ende des Geldes noch viel zu viel Monat übrig war.
Das hat sich bei Vielen auch später, als sie dann ihr Geld mit eigener Arbeit verdienten,
leider nicht geändert.
Und leider ist es auch heute noch so, dass viele Jugendliche schon verschuldet sind,
bevor sie begonnen haben, Geld zu verdienen.
Einerseits deshalb, weil ihnen niemand gezeigt hat, mit Geld richtig umzugehen,
andererseits, weil die Marketing-Experten der Wirtschaft ihre Werbestrategien
immer wieder geschickt auf die „Zielgruppe Jugendliche“ abstimmen
(z.B. „Einmaliges Sonderangebot! Nur heute!“ oder
„Heute kaufen – morgen erst bezahlen!“ usw.).
Kinder und Jugendliche lassen sich damit oft leicht verführen,
Dinge zu kaufen, die sie eigentlich nicht brauchen,
mit Geld, das sie eigentlich nicht haben,
um damit Leuten zu imponieren, die ihnen eigentlich egal sind.
Als Jugendlicher neigt man - naturgemäß - eher dazu,
Geld spontan und unkontrolliert auszugeben.
Und plötzlich ist das eigene Konto leer, der Dispokredit ist ausgereizt und
doch ist noch so viel Monat übrig.
Unüberlegter, unkontrollierter Konsum kann schnell in eine lang dauernde und
schmerzhafte Schuldenfalle führen!

Mit meinen nachfolgenden Ausführungen möchte ich Jugendliche anregen, sich möglichst bald
mit den Themen „Finanzen planen“, „Absichern“ und „Vorsorgen für später“ zu befassen –
auch wenn es in diesem Alter bestimmt interessantere Themen gibt.
Meine Aufgabe als professioneller Finanzplaner sehe ich darin,
Ihnen heute und künftig als Ihr Partner bei Ihrer individuellen Finanzplanung zu helfen.
Mein Honorar richtet sich nach der Höhe Ihres Brutto-Jahreseinkommens
(davon 1,2 % incl. MwSt.).
Da Ihr Einkommen vielleicht noch nicht so hoch ist, bekommen Sie meine Dienstleistung
zu einem relativ günstigen Preis.

Beispiel für mein Honorar:
Auf Ihrer Lohn- oder Gehaltsabrechnung steht ein Brutto-Jahreseinkommen von € 12.000.
Mein Honorar für eine Finanz-Analyse und -Planung beträgt davon 1,2 % = € 144.
Dies ist eine Pauschale, die nur einmalig anfällt.
Für künftige jährliche "Updates" berechne ich kein Honorar.

Themen-Übersicht

Damit Sie leichter zu den einzelnen Kapiteln finden,
klicken Sie einfach auf die nachfolgenden Links:

* Vom Taschengeld zum ersten eigenen Arbeitslohn
* Kleinvieh macht auch Mist
* Vermögensbildung
* Rauchen ist cool
* Sparraten oder Kreditraten
* Das erste eigene Girokonto
* Ordnung ist das halbe Leben
* Kreditkarten
* Outfit oder Fummel
* Anschaffungen (Auto, Möbel, Hausrat usw.)
* Telefonieren
* Verträge sind geduldig!
* Versicherungen
* Eigene Bude
* Wohnung kaufen oder mieten?
* Bausparen ist Bauernfang!
* Zweites Standbein
* Früh übt sich ...

Vom Taschengeld ...



... zum ersten eigenen Arbeitslohn

Mit Ihrem Taschengeld konnten Sie vielleicht noch keine großen Sprünge machen,
doch der erste Arbeitslohn scheint diese engen Grenzen nun zu sprengen.
Zunächst mal ist es schon ein schönes Gefühl, das erste selbst verdiente Geld
am Konto zu haben. Und die ersten Gedanken dabei drehen sich bei Ihnen
(wie bei den meisten Jugendlichen) vielleicht nicht darum,
wie Sie dieses Geld (oder einen Teil davon) „für später“ sinnvoll anlegen,
sondern was Sie davon alles kaufen könnten, welche der vielen Wünsche,
die Sie schon seit langem haben, Sie sich jetzt endlich erfüllen könnten.
Und niemand mehr fragen zu müssen, wie viel Geld Sie wofür ausgeben,
verleiht bestimmt auch ein gewisses Selbstwertgefühl.
Achtung: Diese Euphorie könnte jedoch führen, dass Sie Ihr ganzes Pulver schon
am Anfang des Monats verschossen haben und dann im restlichen Monat
auf manches verzichten müssen!
Oder Sie borgen sich Geld (noch schlimmer!), beginnen jetzt schon, Schulden zu machen!
Besser wäre es doch, wenn Sie gleich am Monatsbeginn Ihre Finanzen planen!
Denn nur Geld, das Sie haben, können Sie ausgeben!
Solange Sie noch "Taschengeld-Verdiener" sind,
genügt für diese Finanzplanung ein einfacher "Budget-Check [24 KB] ",
den Sie unter diesem Link finden.
Mit dem ersten Arbeitslohn sollten Sie Ihre Finanzen gründlicher planen.
Tipp: Denken Sie dabei auch an Zahlungen, die nur einmal jährlich fällig werden,
z.B. die Kfz-Steuer für Ihr Auto oder auch Versicherungsbeiträge.
Diese sollten anteilig auf den Monat umgerechnet und auf ein extra Konto
eingezahlt werden (am besten gleich per Dauerauftrag!),
damit sie dann bei Fälligkeit von dort abgerufen werden können.
Wenn Sie nun alle Einnahmen und Ausgaben erfasst haben, dann vergleichen Sie,
ob nach Abzug Ihrer Ausgaben von Ihren Einnahmen noch etwas übrig bleibt.
Nein?
Dann müssen Sie Ihre Ausgaben noch mal kritisch überprüfen und reduzieren.
Denn – s.o. – nur Geld, das Sie haben, können Sie ausgeben!
Bleibt was übrig?
Dann könnten Sie dieses übrige Geld künftig einfach sinnlos verprassen.
Sie könnten damit jedoch auch – abhängig von der Höhe des Restguthabens -
Reserven bilden für kurzfristige Ausgaben, mittelfristige Anschaffungen
und/oder langfristige Vorsorgemaßnahmen.
Und sagen Sie jetzt nicht: "Mit den paar Kröten lohnt es sich eh nicht!"
Wieviel Mist auch Kleinvieh machen kann, lesen Sie weiter unten!
Jaja, ich weiß, dass dieses Thema keinen Spaß macht! Es ist unbequem,
sehr lästig, und es wäre viel schöner, wenn man sein Geld spontan
einfach ausgeben könnte für all die schönen Sachen, die es zu kaufen gibt.
Wofür sonst schuftet man sich denn den ganzen Tag so ab?!
Doch glauben Sie einem alten Hasen:
Es ist dringend notwendig, dass Sie sich schnellstmöglich Gedanken um Ihr Geld machen!
Sonst werden Sie es in einigen Jahren bitter bereuen, spätestens dann,
wenn Sie ehemalige Schulkameraden wieder treffen und dann neidisch erkennen,
dass die es „zu etwas gebracht haben“, sich etwas leisten können,
während Sie noch Ihre Schulden abbezahlen!
Und wenn Sie solch schlaue Sprüche auch schon von Ihren Eltern,
Oma und Opa, Onkel und Tante gehört haben, dann hat es seinen Grund,
dass Sie hier das Gleiche wieder lesen! Die hatten nämlich Recht!

Zitat:
"Jeder junge Mensch macht früher oder später die verblüffende Entdeckung,
dass auch Eltern gelegentlich Recht haben könnten."

André Malraux
(War ein französischer Schriftsteller, Abenteurer und Politiker.
geboren 03.11.1901 in Paris (Île-de-France), Frankreich
gestorben 23.11.1976 in Créteil (Val-de-Marne), Frankreich)

Tipp: Sich selbst zum Sparen zwingen, indem man per Dauerauftrag
monatlich einen festen Betrag auf ein gut verzinsliches und
trotzdem leicht verfügbares Konto überweist.

Kleinvieh macht auch Mist!

Dies gilt sowohl bei den Ausgaben (schnell mal einen Capuccino, eine Zeitung,
eine CD, Kino, Disco, ein modisches Teil usw. ...), als auch bei den Rücklagen.
Tipp: Fragen Sie sich vor jedem Kauf, auch wenn es nur ein paar Cent sind:
Warum will ich das jetzt kaufen? Was ist mein Motiv? Brauch ich es wirklich?
Von einem der reichsten Männer der Welt - Henry Ford - stammt dieser Spruch:
"Reich wird man nicht von dem Geld, das man einnimmt,
sondern von dem Geld, das man nicht ausgibt!"

Jeden Tag nur ein paar Euro ergeben pro Woche schon 20 bis 25 Euro,
damit monatlich 80 bis 100 Euro.
Und nach einem Jahr ist daraus bereits ein runder Tausender geworden,
mit dem man sich schon mal etwas Größeres zulegen könnte.
Dieser Tausender würde sich jedoch – wenn er nicht ausgegeben wurde – auch
über Gesellschaft freuen in Form von weiteren Einzahlungen und Zinsen.
Bei einer monatlichen Rücklage von z.B. € 100 und
einer jährlichen Verzinsung von z.B. 4 %
wurden aus der Einzahlung von insgesamt € 1.200 nach einem Jahr schon € 1.226,
nach zwei Jahren € 2.501, nach drei Jahren € 3.827 usw.
Unter dem folgenden Link finden Sie ein kleines Rechen-Tool für Excel,
mit dem Sie leicht selbst die Wirkung von Zins und Zinseszins [25 KB] erkennen.
Sie können darin die Ihnen bekannten Werte vorgeben für eine Sparrate oder
eine Einmalanlage, die Anlagedauer, das Endkapital, die Rendite, und
damit dann den jeweils gesuchten Wert ermitteln.

Eine wichtige Vermögens-Formel lautet: Vermögen = Geld x Zins x Zeit.
Wo Geld ist, kommt immer Geld dazu – der Zinseszins-Effekt arbeitet in der Zeit für Sie mit.

Vermögensbildung

Die meisten Arbeitnehmer – auch Azubis – haben gegenüber ihrem Arbeitgeber
einen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen mit staatlichem Zuschuß.
Dabei geht es nicht um große Beträge.
Wie ich jedoch oben schon schrieb: „Kleinvieh macht auch Mist!“.
Denn im Laufe der Jahre kommt dabei doch eine ganz nette Summe zusammen,
ohne dass bis dahin Ihre Kasse zu sehr belastet wird.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese staatlich geförderten Sparraten anzulegen.
Welche davon für Sie persönlich interessant ist,
lassen Sie sich am Besten von einem unabhängigen Fachmann zeigen,
der nicht an bestimmte Unternehmen gebunden ist und Sie somit neutral informieren kann.

Rauchen ist cool

Es macht Staat und Wirtschaft reich und den Raucher arm und krank!

Was das mit Finanzplanung zu tun hat?
Dann schauen Sie mal unter dem nachfolgenden Link,
welches Vermögen Sie im Laufe der Jahre in die Luft blasen: Rauchen
Wenn Sie natürlich schon so abhängig von den Zigaretten sind,
dass Ihnen meine „Zahlenspielchen“ egal sind,
dann nutzt Ihnen ein entsprechender Therapeut vielleicht mehr als ich.
Was ich da schreibe, gefällt Ihnen nicht?
Mag sein – es ist trotzdem die Wahrheit!
Die wird jedoch bekanntlich nicht immer geliebt!
Und wenn ich Ihnen jetzt unsympathisch geworden bin,
brauchen Sie ja nicht weiter lesen.
Vielleicht erkennen Sie jedoch, dass ich Sie nur gutmütig provozieren will,
sich wieder einmal ganz kritisch bewusst zu machen, wie abhängig Sie schon
von diesem lächerlichen Glimmstengel geworden sind.
So „cool“, wie manche Leute glauben, sieht es nämlich gar nicht aus,
wenn sie da sitzen und ihr schwer verdientes Geld in die Luft blasen!
Es ist jedenfalls alles andere als clever!
Von den gesundheitlichen Folgen schreibe ich hier gar nichts,
denn das haben Sie sicher schon überreichlich gehört und gelesen!
Ich weiß übrigens, wovon ich schreibe, denn ich habe selbst mal geraucht!
Und ich kann Ihnen auch verraten, wie Sie es schaffen, damit aufzuhören:
Ihre hilflosen Vorsätze wie z.B. „weniger rauchen“ oder
„nur noch Geschnorrte rauchen“ oder „morgen höre ich auf!“ nutzen NICHTS!
Es gibt nur eine gute, erfolgreiche Methode: Die JETZT-SOFORT-METHODE!

Sparraten oder Kreditraten ...

... beides bedeutet Konsumverzicht

Es ist logischerweise nicht möglich, größere Anschaffungen zu tätigen,
ohne dafür monatlich einen festen Betrag von seinem Einkommen abzuzweigen – außer
man bekommt das Geld vererbt, geschenkt oder gewinnt im Lotto.
Wenn Sie sich nicht dazu aufraffen können,
monatliche Rücklagen bis zur nächsten größeren Anschaffung anzusparen
(und damit jetzt schon Konsumverzicht zu üben),
dann werden Sie später zu Konsumverzicht gezwungen,
weil Sie eine monatliche Rate an die Bank zahlen müssen,
die Ihnen den Kredit für diese Anschaffung gegeben hat.
In diesem Fall hat die Bank (verdientermaßen) auch den Zinsgewinn.
Wenn Sie jedoch rechtzeitig beginnen, regelmäßig jeden Monat Rücklagen zu bilden,
bleibt der Zinsgewinn bei Ihnen!
Ein Konsumverzicht wird es immer bleiben – jedoch entscheiden Sie, wer dabei gewinnt.
Ausreden, warum Sie HEUTE NOCH NICHT mit dem Sparen beginnen können bzw. wollen,
gibt es viele!
Dieser Link mit einem Exceltool zeigt Ihnen das Ergebnis!
Wieder ein schlauer Spruch:
„Wer etwas will, findet Wege! Wer etwas nicht will, sucht Gründe!“
Sie haben heute die Wahl, ob Sie das Geld für eine größere Anschaffung irgendwann
von einem Sparkonto oder von einem Kreditkonto bekommen.
Auf beide Konten müssen Sie monatlich etwas einzahlen.
Und in Höhe dieser Sparrate oder Kreditrate müssen Sie auf Konsum verzichten.
Nur ein wesentlicher Unterschied:
Auf dem Sparkonto bekommen Sie die Zinsen geschenkt –
auf dem Kreditkonto schenken Sie die Zinsen der Bank!
Sowohl Sparraten als auch Kreditraten bedeuten für Sie immer Konsumverzicht!
Bei den Kreditraten ist dieser Konsumverzicht zwangsweise –
bei den Sparraten ist er freiwillig!
Was fühlt sich für Sie besser an? Blöde Frage von mir, ich weiß!
Dann handeln Sie künftig entsprechend! Die Entscheidung liegt bei Ihnen!
Wenn Sie das hier alles aufmerksam gelesen haben,
können Sie später jedenfalls nicht mehr behaupten, es habe Ihnen Keiner gesagt!
Wer meint, dass ihm monatlich nicht genug Geld übrig bleibt,
um regelmäßig zu sparen, der hat dann eigentlich auch kein Geld,
um irgendwann monatlich Kreditraten zu bezahlen.
Und wovon zahlen Sie Ihre Kreditraten,
wenn Sie mal kein regelmäßiges Einkommen mehr haben
(Verlust des Arbeitsplatzes, schwere Krankheit oder Unfall mit Langzeitfolgen)?
Eine wichtige Frage! Oder?
Die Bank interessiert sich dann nicht für Ihre Probleme!
Sie will den Kredit zurück haben!
Ein verantwortungsbewußter und erfahrener Berater wird Ihnen daher immer raten:
„Kaufen Sie nur Dinge, die Sie auch bar bezahlen können, und
verzichten Sie, wenn Sie dafür Schulden machen müssen!“

Das erste eigene Girokonto

Spätestens notwendig wird ein Girokonto mit dem Beginn der Berufsausbildung,
denn der „Azubi-Lohn“ wird immer bargeldlos bezahlt, also auf ein Girokonto überwiesen.
Dabei sind zunächst wichtig die Gebühren, die eine Bank für ihre Dienste verlangt.
Auch wenn Girokonten für Jugendliche meist gebührenfrei angeboten werden,
könnte es sein, dass die Bank für zusätzliche Leistungen doch Gebühren verlangt.
Motto:
Wer fragt, ist nur ein paar Minuten dumm,
wer nicht fragt, bleibt sein ganzes Leben dumm!
Also fragen und vergleichen!
Und scheinbare Lockvogel-Angebote kritisch prüfen!

Ordnung ist das halbe Leben!

Bank-Ordner:
Von der Bank erhalten Sie meistens zur Aufbewahrung und Ordnung Ihrer Konto-Auszüge
einen kleinen Schnellhefter.
Überlassen Sie ihn großzügig der Bank, denn er passt eben nur für die Konto-Auszüge!
Für die Rechnungen, die Sie per Überweisung bezahlt haben und die jeweils zu dem Konto-Auszug
geheftet werden sollten, auf dem der Betrag belastet wurde, ist so ein Schnellhefter zu klein.
Kaufen Sie sich einen „Leitz“-Ordner, in den eben auch Belege im Diná4-Format passen und
gewöhnen Sie sich unbedingt sofort an dieses System der Ordnung (Rechnung zu Konto-Auszug),
denn nur so finden Sie Rechnungen schnell wieder, die Sie z.B. für einen Zahlungsnachweis oder
einen Garantie-Anspruch oder für die Steuererklärung benötigen.

Kassen-Ordner
Einen zweiten Ordner (wie oben) kaufen Sie sich für alle Quittungen, Belege und
Rechnungen, die Sie bar bezahlt haben. Die sind dort genau so schnell abgeheftet wie
in einen Schuhkarton gelegt, jedoch in einem richtigen Ordner ebenfalls wie die Bankbelege
schneller auffindbar für z.B. einen Zahlungsnachweis oder einen Garantie-Anspruch oder
für die Steuererklärung.
Die beiden Ordner beschriften Sie dann mit "Bank" bzw. "Kasse" und dem Kalenderjahr,
dessen Belege darin aufbewahrt sind. Also jedes Jahr zwei neue Ordner anlegen.

Kreditkarten

Der unkontrollierte, undisziplinierte Gebrauch von Kreditkarten in den USA
wird dort vor allem als Ursache gesehen für die übermäßige Verschuldung der Bevölkerung.
Es gibt natürlich Situationen, in denen man unbedingt eine Kreditkarte zur Bezahlung braucht
(Käufe im Internet, Auslandsreisen usw.).
Die Gefahr dabei besteht jedoch darin, dass man schnell den Überblick verliert
über seine Ausgaben und dann mehr Geld ausgibt, als man zur Verfügung hatte.
Und schon sitzt man wieder in der Schuldenfalle!
Auch bei Kreditkarten gibt es Konditionsunterschiede,
die unbedingt vor Abschluß eines Kreditkartenvertrags verglichen werden sollten.

Outfit oder Fummel

Muss es wirklich immer das teuerste Outfit sein? Warum?
Um „in“ zu sein? Weil es „cool“ ist? Um bei Anderen mithalten zu können?
Um dazu zu gehören? Um bei Anderen gut angesehen zu sein?
Um Anderen zu imponieren?
Zwar gilt noch immer der alte Spruch „Kleider machen Leute“,
die besten Klamotten nutzen jedoch nichts,
wenn eine schwache Persönlichkeit darin steckt!
Versuchen Sie doch mal, Ihren eigenen Stil zu finden!
Muß es wirklich immer Markenkleidung sein?
Manches „Noname-Produkt“ ist vielleicht sogar attraktiver,
besser verarbeitet und trotzdem günstiger.
Und es zeigt vielleicht mehr einen individuellen Charakter als
eine „Nonkonformisten-Uniform“, die alle Mitläufer tragen.
Und wenn es schon Markenware sein muß,
dann gibt es die vielleicht zum halben Preis in einem Outlet-Center.
Suchen und Vergleichen lohnt sich also auch hier ganz besonders.

Anschaffungen (Auto, Möbel, Hausrat usw.)

Hier geht es schon um richtig viel Geld, das man nicht einfach so spontan ausgibt,
sondern vorher gründlich und in Ruhe plant. Und dann sollten Sie nicht gleich
im nächstbesten Laden kaufen, sondern vorher gründlich vergleichen.
Das geht inzwischen immer besser im Internet, wo Sie zusätzlich auch noch
ausführliche Produktinformationen, Tests und Käuferbewertungen finden.
Viele Dinge können Sie richtig günstig bei Versteigerungen im Internet erwerben (z.B. Ebay).
Es muß ja auch nicht immer ein Neukauf sein. Gebrauchte Sachen sind oft
noch gut erhalten und kosten nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Neupreises.
Wenn man das beim Auto ohne weiteres akzeptieren kann, dann kann man das auch
auf andere Sachen übertragen.
Und wenn Sie größere Anschaffungen doch mal mit einem Kredit finanzieren müssen,
dann sollte der Kredit natürlich nicht länger laufen als die Lebensdauer dieser Anschaffung!
Achten Sie bei manchen Anschaffungen auch auf die Folgekosten und prüfen Sie,
ob Sie diese mit Ihrem laufenden Einkommen bezahlen können.
Bei einem Auto z.B. ist das zunächst der Benzin- und Ölverbrauch,
dann die Versicherung und die Kfz-Steuer, Kundendienst, Reparaturen usw.
Diese Kosten müssen Sie unbedingt bei Ihren Ausgaben einplanen und
dafür monatliche Rücklagen bilden!
Es gibt tatsächlich viele Menschen, die vor solchen Ausgaben die Augen schließen
und dann am Tag der Fälligkeit einfach das Giro-Konto überziehen!
"Die Bank hats ja!"
Von da an gehts bergab!
Und noch eine gut gemeinte Anregung: Es gibt auch noch das Fahrrad!
Im Alter von 13, 14, 15 Jahren bin ich damit jeden Tag in die Schule gefahren
– 30 km einfach, hin und zurück also 60 km - und das bei jedem Wetter!
Das damit ersparte Fahrgeld von monatlich ca. 40 D-Mark konnte ich auf die Seite legen.
Mein weiterer Lohn: Beim Sport war ich immer einer der Besten!
Wie bitte? Uncool? Zu anstrengend? SOFTI!

Telefonieren

Keine Frage: Telefonieren vom Festnetz ist günstiger als vom Handy.
Grundsätzlich ist zu prüfen, ob man wirklich Beides braucht.
Auch hier gilt: Angebote und Konditionen vergleichen.
Bequemer und „cooler“ ist natürlich das Handy.
Man ist jederzeit und überall erreichbar und kann ebenso flexibel Andere anrufen.
Beim Handy ist die Gefahr der Schuldenfalle jedoch besonders groß z.B.
durch unkontrollierte SMS oder (noch schlimmer!) MMS, downloads von Klingeltönen oder Spielen.
Die Antwort auf die Frage „Prepaid- oder Vertrags-Handy“ hängt von Ihrem Telefonierverhalten ab.
Wenn Sie nur gut erreichbar sein wollen ohne selbst viel anzurufen,
dann ist die Prepaid-Karte vermutlich günstiger.
Für eigene Anrufe sind dabei jedoch die Gebühren viel teurer als beim Vertrags-Handy.
Und wenn das Guthaben auf der Karte verbraucht ist, müssen Sie diese wieder aufladen oder
eine neue Karte kaufen.
Damit behalten Sie jedoch Ihre Telefonkosten besser unter Kontrolle.
Ein Vertrags-Handy macht nur Sinn, wenn Sie selbst viel anrufen,
weil damit die Gesprächskosten geringer sind.
Andererseits zahlen Sie eine monatliche Grundgebühr, auch wenn Sie nicht telefonieren.

Verträge sind geduldig!

Langfristige Verträge
Bei Abonnements, Versicherungen, Handy-Verträgen, Fitness-Studios usw.
werden meistens Verträge abgeschlossen mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr
oder länger, die dann auch nur mit einer bestimmten Frist wieder gekündigt werden können.
Prüfen Sie deshalb vorher gründlich, ob Sie sich diese Ausgaben langfristig wirklich leisten können.
Bei Zahlungsverzug wird es sonst für Sie teuer, da Ihr Vertrags-Partner seine Forderung
einklagen kann und dann kommen auf Sie noch saftige Zinsen, Mahngebühren usw. zu.

Versicherungen

Viele Menschen empfinden Versicherungen als ein notwendiges Übel.
Und weit verbreitet ist die Ansicht, dass man die Versicherung, die man grad bräuchte,
nicht hat, oder – falls man sie doch hat – dann zahlt sie sowieso nicht.
Leider ist dies oft auch zutreffend. Z.B. bei den schlimmen Hochwasserschäden
in den letzten Jahren wäre eine Elementarschaden-Versicherung notwendig gewesen.
Wenn meine Kollegen und ich so eine Versicherung früher unseren Kunden empfohlen
haben (was nur einen geringen Zuschlag gekostet hätte), dann winkten die Leute ab,
weil sie sich nicht vorstellen konnten, dass da, wo sie wohnen,
Hochwasser entstehen könnte.
Ein tragischer Irrtum, wie sich dann leider zeigte!

Für Jugendliche ist beim Start in das Berufs- oder Azubi-Leben auch die eigene Absicherung
sehr wichtig. Banken und Versicherungsgesellschaften werben mit Hochglanzprospekten,
per Vertreterbesuch oder in Telefonkontakten gern für Rundum-Sorglos-Pakete.
Solche Verträge bieten jedoch oftmals teuren und überflüssigen Schutz.

Was wirklich wichtig ist,
sagt Ihnen ein verantwortungsbewusster Versicherungsfachmann,
der nicht nur seinen eigenen Profit im Kopf hat und an einer langfristigen Beziehung
zu seinen Kunden interessiert ist! Er wird gewissenhaft zunächst die Lebensumstände
seines Kunden prüfen und ihm dann auch nur die Versicherungen empfehlen,
die der Kunde wirklich braucht, um im Schadensfall seine Existenz zu sichern.

Das beginnt zunächst mit der Krankenversicherung, die für Arbeitnehmer
bis zu einem bestimmten Einkommen obligatorisch,
bei Überschreiten dieser Einkommensgrenze und für Selbständige freiwillig ist.
Jeder hat jedoch die freie Wahl, bei welcher Gesellschaft er sich versichern möchte,
und sollte daher vor Vertrags-Abschluß
die Leistungen und Beiträge gründlich vergleichen.

Ein weiterer sehr notwendiger Baustein in Ihrem Versicherungshaushalt ist
die Privathaftpflichtversicherung!
Nach § 823 BGB haften Sie nämlich in unbegrenzter Höhe, wenn Sie vorsätzlich oder
fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder
ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt haben.
Und wenn Sie glauben, ein vorsichtiger Mensch zu sein und dass Ihnen so etwas
nie passieren kann, dann sind Sie gewaltig im Irrtum! Jedem kann es nämlich passieren,
dass er beim Sport, als Gast im Lokal, als Besucher in einer anderen Wohnung,
beim Einkaufen, als Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr usw.
durch Unaufmerksamkeit, Ungeschicklichkeit oder Gedankenlosigkeit etwas tut oder
unterlässt, wodurch ein Anderer einen Schaden erleidet.
Einen durch Ihr Verschulden entstandenen Sachschaden könnten Sie vielleicht noch
mit eigenen Mitteln oder mit einem Kredit ausgleichen.
Wenn Sie jedoch für einen Personenschaden haftbar gemacht werden,
wonach Sie für Arzt- und Krankenhauskosten aufkommen müssen,
Schmerzensgeld und womöglich noch eine lebenslange Rente für den Geschädigten
zahlen müssen, dann dürften damit die Grenzen Ihrer finanziellen Möglichkeiten
überschritten und Ihre weitere wirtschaftliche Existenz zumindest stark gefährdet sein!
Und so "eine Art Rechtsschutz" ist hier auch noch enthalten:
Eine Haftpflichtversicherung dient sowohl der Befriedigung von berechtigten Ansprüchen,
als auch der Abwehr von unberechtigten Ansprüchen gegen Sie.
Für so einen Versicherungsvertrag sind pro Jahr weniger als € 100 zu bezahlen,
was im Verhältnis zu dem damit gedeckten Risiko nicht der Rede wert ist!
Und eine gute Nachricht für Azubis: Wenn die Eltern eine Haftpflichtversicherung haben,
ist man dort als Azubi auch im Alter von 18 Jahren und danach noch mitversichert und
muss keine eigenen Beiträge zahlen.
Das gilt übrigens auch für die Zeit des Wehr- oder Zivildienstes.

Ebenfalls sehr wichtig für Sie ist die Absicherung Ihres wertvollsten Kapitals:
Ihre eigene Arbeitskraft!
Dessen Verlust droht bei den Folgen eines Unfalls oder bei einer Krankheit.
Von staatlicher Seite gibt es dabei in den ersten fünf Berufsjahren KEINE Absicherung!
Wer nach dem 2. Januar 1961 geboren ist und seinen Beruf wegen einer Erkrankung
nicht mehr ausüben kann, für den gibt es (seit Januar 2001) durch die gesetzlichen
Rentenversicherungsträger bei Berufsunfähigkeit keinen Schutz mehr!!!
So jemand steht nur noch eine Erwerbsminderungsrente zu - vorausgesetzt,
es wurden 60 Monate lang Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt
(Ausnahmen gelten nur bei Arbeits- und Wegeunfällen).
Weil Berufsanfänger diese Zeiten noch nicht erreicht haben, droht ihnen nach einem
Unfall in der Freizeit das finanzielle Aus!
Daher sollten Sie sich unbedingt informieren über eine Unfallversicherung und
über eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Auch eine Rechtsschutzversicherung halte ich für notwendig!
Denn es nützt Ihnen nichts, wenn Sie als Geschädigter sich im Recht fühlen,
jedoch nicht das Geld haben, Ihre vielleicht berechtigten Ansprüche gegen den Verursacher
gerichtlich geltend zu machen.
Auch hier denke ich nicht an Bagatellschäden, sondern z.B. an den Autofahrer,
der Sie zum Krüppel gefahren hat, der jedoch behauptet, dass Sie selbst schuld waren.
Der Streitwert bei so einer Klage verursacht Rechtsanwalts- und Gerichtskosten,
die Sie zusätzlich zu Ihrem eigenen Schaden auch noch finanziell ruinieren könnten,
wenn Sie den Prozess verlieren.

Mit meiner letzten Empfehlung zum Thema „Versicherungen“ mache ich mir vermutlich
einige Feinde im Bereich der Versicherungs-Gesellschaften und der -Vermittler:
Ich rate Ihnen nämlich dringend ab, eine Kapitallebensversicherung bei
einer deutschen Gesellschaft abzuschließen!
Nach meiner langjährigen Erfahrung als gelernter Versicherungs-Kaufmann und
als Versicherungs-Makler vertrete ich schon seit vielen Jahren den Standpunkt,
dass die Versicherungs-Gesellschaften im Bereich Kapitallebensversicherung
das Vertrauen ihrer Kunden (und das der Vermittler!) nicht verdient haben!!!
Und das Urteil des OLG München (Az.: 25 U 3975/08), wonach die Gesellschaften
auch künftig nach Belieben mit dem ihnen anvertrauten Geld ihrer Kunden handeln
dürfen, bestätigt das, was Hans Dieter Meyer (* 1936),
ein deutscher Jurist und Versicherungsfachmann,
schon im Jahr 1980 öffentlich angeprangert hatte, indem er die Lebensversicherung
als „vom Staat legalisierter Betrug“ bezeichnete.
Er wurde dafür von seinem früheren Arbeitgeber, der Allianz, verklagt.
Die Klage der Allianz wurde jedoch abgewiesen und
Meyer durfte seine Behauptung weiterhin aufrecht halten!!!
Meyer war einige Jahre Generalvertreter der Allianz und
Mitglied mehrerer Kommissionen der Generaldirektion seiner Gesellschaft und
er übte diverse Funktionen in Vertretervereinigungen aus.
1982 gründete er den Bund der Versicherten, dem er als Geschäftsführer vorstand.
Hans Dieter Meyer kämpfte viele Jahre als Verbraucherschützer gegen
die ungeregelten bzw. undurchsichtigen Vertrags- und Vermögensverhältnisse
bei den großen Versicherungsgesellschaften.
Er hat zu diesem Thema 1990 sein Buch "Das Versicherungs(un)wesen" veröffentlicht.
Hans Dieter Meyer steht unter Beschuss der Versicherungsindustrie und der Banken und
wurde als Geschäftsführer des "Bundes der Versicherten" ständig diffamiert.

Es gibt einige traurige Beispiele dafür, wie Versicherungsgesellschaften das Geld,
das ihnen von ihren Kunden gutgläubig anvertraut wurde,
veruntreut - weil zweckentfremdet verwendet - oder zumindest es
dilettantisch verplempert haben.
Das jüngste schlimme Beispiel ist das "Geschäft" der Allianz mit der Dresdner Bank:
Die Allianz hat im Jahr 2001 die Dresdner Bank gekauft für 24 Mrd. Euro.
Im Jahr 2008 hat die Allianz die Dresdner Bank wieder verkauft für 9,8 Mrd. Euro.
Innerhalb von 7 (sieben) Jahren hat die Allianz damit also einen Verlust gebaut
in Höhe von 14,2 Mrd. Euro (14.200.000.000 Euro)!!!
Wenn Sie Ihrem Arbeitgeber einen nennenswerten Verlust bescheren,
dann werden Sie sicher befördert - und zwar hinaus! Oder?
Ich habe nichts davon gehört oder gelesen, dass es bei der Allianz
für diesen riesigen Verlust personelle Konsequenzen gegeben hat.
Naja - das Einkommen der Allianz-Vorstände hat sich "etwas" verringert
von 41 Mio. Euro im Jahr 2006 auf 39 Mio. Euro im Jahr 2007.
Davon entfallen alleine auf den Vorstandsvorsitzenden Michael Diekmann 4,7 Mio. €!

Das größere Problem ergibt sich jedoch aus der Frage, wer diesen Schaden bezahlt!
Das sind nämlich die Kunden dieser Versicherungs-Gesellschaft, die sich irgendwann
darüber wundern werden, dass die Ablaufleistung ihrer Lebensversicherung doch
wesentlich niedriger ist, als das der nette Vertreter damals beim Abschluss
vorgerechnet hat!

Entscheiden Sie selbst, ob Sie solchen Unternehmen Ihr schwer erarbeitetes Geld
anvertrauen wollen in der Hoffnung, damit einmal einen Teil Ihrer Altersversorgung
zu decken oder ein Immobilien-Darlehen zu tilgen.

Eigene Bude

Die erste eigene Wohnung
ist ein wesentlicher Schritt in die Selbständigkeit.
Meistens verschlingen die Wohnkosten jedoch den größten Teil des laufenden Einkommens.
Schon vor Bezug fallen hohe Kosten an z.B. für den Makler
(zwei Monatsmieten plus Mehrwertsteuer) und für die Kaution (zwei bis drei Monatsmieten).

Weitere Kosten entstehen evtl. für Renovierung, Tapezieren oder
Umbau der neuen Wohnung.
Und wenn Sie vorher schon eine Wohnung hatten,
dann muß diese vielleicht auch renoviert werden.
Wenn schon eigene Möbel und Hausrat vorhanden sind,
dann entstehen evtl. Kosten für den Umzug.
Und selbst wenn alle Freunde und Verwandten beim Umzug mithelfen,
dann haben die jedenfalls irgendwann Hunger und Durst, das kostet auch Geld.
Und ebenso der Leihwagen, den Sie vielleicht trotzdem brauchen.
Merken Sie was?
Sie wohnen noch nicht drin und sind doch schon viel Geld los geworden!
Also vorher gründlich planen! Und nicht schon wieder in die Schuldenfalle tappen!
Und nun gehts los mit der Miete – die ist jeden Monat im voraus zu bezahlen.
Der Vermieter erwartet den Zahlungseingang spätestens am dritten Werktag jeden Monats.
Dazu kommt auch noch eine Vorauszahlung der Nebenkosten für Heizung, Strom, Gas,
Wasser, Müll, Hausreinigung usw.
Zum Thema „Wohnungseinrichtung und Hausrat“ habe ich schon weiter oben geschrieben
bei „Anschaffungen“.

Wohnung kaufen oder mieten?

Die selbstgenutzte Immobilie

Ob es besser ist, eine Wohnung oder ein Haus zur Selbstnutzung zu kaufen oder zu mieten,
entscheidet bei den meisten Deutschen mehr der Bauch als der Kopf.
Wenn Sie das Thema auch aus der finanzmathematischen Perspektive betrachten wollen,
können Sie das gerne tun mit meinen Rechen-Tools.

Die Immobilie hat in vielen Fällen gezeigt,
dass sie eine sichere und rentable Kapital-Anlage sein kann!
Es gibt jedoch auch viele Fälle, wo die Immobilie dies nicht ist,
wo sie sogar zur Vermögensvernichtung geführt hat!

Leider überschätzen Immobilien-Erwerber oft ihre Fähigkeiten,
indem sie glauben, die Finanzierung einer Immobilie ganz einfach
und ohne fachliche Beratung und Hilfe realisieren zu können!
Oder sie liefern sich einem "Berater" aus,
der sich mehr an seinen eigenen Interessen orientiert oder
denen seines "Brötchengebers",
statt an den Interessen des Immobilien-Erwerbers.

Deshalb stelle ich jedem Immobilien-Erwerber vor dem Kauf ein paar Fragen:

Den Selbstnutzer frage ich:
* Warum wollen Sie kaufen statt mieten?
Beim Selbstnutzer respektiere ich das Bauchgefühl,
wenn auch viele Menschen Kopf und Bauch verwechseln.

Den Vermieter (=Anleger) frage ich:
* Ist die Mietrendite hoch genug? Und zwar nach Abzug der Kosten und ohne Steuervorteile!
Beim Anleger akzeptiere ich nur Zahlen!

Und Beide frage ich:
* Können Sie sich den Kauf wirklich auch langfristig leisten - egal, was geschieht?

Wenn Sie allerdings auch noch all diese Fragen beantworten können,
dann könnte es sein, dass Sie auch ohne meine Beratung auskommen! :-)

Bausparen ist Bauernfang

Im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie werden Sie ganz bestimmt bald
auch auf das Thema "Bausparen" angesprochen. Wenn Ihnen nun Ihre Zeit zu schade ist,
weiter zu lesen, dann halten Sie sich einfach an meine Empfehlung - kurz und bündig:

Vergessen Sie das Thema "Bausparen"!
Denn es ist "Bauernfängerei"!
Damit werden die "Bauern" gefangen, die glauben,
dass sie in der Finanzbranche etwas geschenkt bekommen!

Sie meinen, wenn so viele Leute einen Bausparvertrag abschließen und
für gut befinden, dann kann das so falsch nicht sein?

Kurz und sachlich:

Bausparen ist als Sparvertrag nicht rentabel - trotz der Wohnungsbauprämie!
Bausparen ist als Finanzierungsmittel teuerer als jedes Bankdarlehen!

Einen Beweis dieser Behauptungen trete ich jederzeit gerne an!

Und dass ich nicht alleine so denke, können Sie in einem Artikel nachlesen,
der von Bettina Oberhauser geschrieben wurde und einen Fernsehbeitrag von "plusminus"
kommentiert, der am 5. August 2008 im "ARD" ausgestrahlt wurde:

"Wie der Bausparvertrag zum Anlageflop wird! [27 KB] "

Zweites Standbein

Nebeneinkünfte

Sie können Ihre Finanzen noch so gründlich planen – wenn Sie
mehr Wünsche haben als Ihre Einnahmen-Ausgaben-Bilanz es zulässt,
müssen Sie entweder einige Ihrer Wünsche streichen oder Geld dazu verdienen.
Beides bedeutet Verzicht – entweder Verzicht auf Ihre Wünsche oder
Verzicht auf einen Teil Ihrer Freizeit, wenn Sie diese für einen Nebenjob verbrauchen.
Möglichkeiten für eine Nebentätigkeit gibt es viele.
Prüfen Sie Ihre Fähigkeiten und Neigungen ... wem könnten Sie damit nützen?
Auch eine nebenberufliche Selbständigkeit, vielleicht sogar der Aufbau
eines zweiten Standbeins, könnte sich aus ihrer Dienstleistung ergeben.
Oder Sie verkaufen Dinge, die Sie nicht mehr brauchen, die jedoch noch brauchbar sind,
am Trödelmarkt oder bei Versteigerungen im Internet.

Früh übt sich ...

Nun bin ich am Ende meiner Ideen für die „Finanzplanung für Jugendliche“.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Sie ein bisschen anregen konnte,
sich künftig mehr um Ihr Geld zu kümmern.

"Nur wer sich um sein Geld kümmert, hat auch welches!"

Und ganz zum Schluß noch ein ebenfalls gut gemeinter Rat:
So wie es wichtig ist, sich möglichst früh um die Planung seiner Finanzen zu kümmern,
so sollten Sie auch als Jugendlicher schon darauf achten,
sich gesund zu ernähren und – wenigstens ein bisschen – Sport zu treiben!
Alles Positive, das Sie als Jugendlicher schon so früh wie möglich beginnen,
wird Ihnen später als Erwachsener und im Alter nützen,
für alles Negative müssen Sie später bezahlen!
Meine eigenen Erfahrungen und Empfehlungen zu diesen Themen
finden Sie unter diesen Links:
Gesundheit und Ernährung und Fitness und Sport.

Und jetzt der allerletzte gut gemeinte Rat von mir:
"Es ist gut, Geld zu haben und Dinge, die man mit Geld kaufen kann.
Noch besser ist es jedoch, immer wieder daran zu denken,
sich auch die Dinge zu bewahren, die unbezahlbar sind."

Brauchen Sie noch ein paar Tipps,
haben Sie Fragen, Anregungen, konstruktive Kritik?
Schreiben Sie mir einfach eine Mail!

Wolfgang Pecher

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